Der Wunsch nach Frieden

Die Umwelt-Killer

Fast unbeachtet von der Öffentlichkeit führt sich das Militär als einer der schlimmsten Umweltsünder auf.
von Reiner Braun*
RUBIKON, Samstag, 22. 06. 2019
Dass im Krieg Menschen getötet werden, ist schlimm — und allgemein bekannt. Die Schäden, die militärische Aktionen an Pflanzen und Tieren, an den Böden und unserer Atemluft anrichten, sind jedoch noch kaum untersucht. Brände, Explosionen, Pulverdampf, entlaubte Wälder, verseuchte Gewässer, CO2-Ausstoß in unfassbaren Mengen — das ist die furchtbare Umweltbilanz der Kriege und vorbereitenden Militärübungen. Es ist bedenklich, dass man darüber wenig hört. Nicht umsonst wurde das Militär als einer der größten Umweltsünder aus dem Kyoto-Protokoll gestrichen — auf Betreiben der NATO-Staaten.

Bild Die Umwelt Killer

Foto: PhotoStock10/Shutterstock.com

„Das Klima gefährdet den Weltfrieden“ heißt es unisono beim Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) und Fridays for Future (FFF) oder wie es auf der Webseite von FFF formuliert ist:

„Die Klimakrise stellt für die Stabilität der Ökosysteme unseres Planeten und für Millionen von Menschen eine existenzielle Bedrohung dar. Eine ungebremste Erderwärmung ist eine enorme Gefahr für Frieden und Wohlstand weltweit.“

Aber welche Rolle spielen denn nun Militär und Krieg?

Deutschland, Krieg, Politik & Wirtschaft, Frieden, Umwelt, Geopolitik, Kriegsverbrechen, Imperialismus, Umweltschutz, Radioaktivität

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Jetzt rollt die Dampfwalze der Macht durch Europa

Die Causa Strache verdient eine kurze Analyse und Stellungnahme. Dass es nicht um politische Moral geht, ist offensichtlich.
von Karl-Jürgen Müller
Lange habe ich mir überlegt, ob es sich überhaupt lohnt, zur Causa Strache ein Wort zu verlieren. Die Oberfläche des Phänomens lässt sich einfach charakterisieren: Der ehemalige FPÖ-Parteichef war wohl schon seit geraumer Zeit genau da angekommen, wo viele aus der politischen Klasse ebenso stehen: Für den Machtgewinn und für den Machterhalt ist nahezu alles erlaubt. Der «Erfolg» soll den Mächtigen ja immer «Recht» geben, da ist jedes Mittel erlaubt; aber wehe, wenn sie scheitern, dann wird man auf sie spucken. Sinngemäß hatte schon Machiavelli diese Einschätzung für die Fürsten und die Condottieri der Renaissance formuliert  – und das ist wohl auch heute der Zustand. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Medien, Politik, Propaganda, Kriminalität, Geopolitik, Geheimdienste

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«Wir würden Krieg gerne vermeiden – das ist das Wichtigste!»

Über die Schwierigkeiten, Vorurteile zu überwinden
Interview mit Pjotr O. Tolstoi*, Stellvertretender Vorsitzender der Russischen Staatsduma
Zeit-Fragen Nr. 11 v. 07. Mai 2019
In Zeit-Fragen Nr. 8 vom 26. März berichteten wir über die Konferenz «Niemals vergessen  – Frieden und Wohlstand statt Kriege und Armut» in Belgrad. Pjotr O. Tolstoi, der Vize-Vorsitzende der Russischen Staatsduma, war innerhalb einer grossen russischen Delegation einer der Referenten. Am Rande der Konferenz führte Zeit-Fragen mit ihm das folgende Interview.

Russland, NATO, Krieg, Völkerrecht, Sicherheit, Imperialismus

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Appell an den Schweizer Bundesrat: Asyl in der Schweiz für Julian Assange!

Gastbeitrag
Tages-Anzeiger, 2019-05-03
Pressefreiheit Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am heutigen 3. Mai richten namhafte Juristen und Bürgerinnen einen Appell an den Bundesrat.

Sehr geehrte Damen und Herren Bundesräte,

Julian Assange wurde auf Begehren der USA wegen der Enthüllungen der Kriegsverbrechen der USA im Jahre 2010 verhaftet.

Er wurde von britischen Polizisten aus der ecuadorianischen Botschaft in London gezerrt, nachdem Ecuador das ihm gewährte Asyl in Verletzung der Genfer Flüchtlingskonvention zurückgezogen hatte.

In den USA droht Assange ein Prozess vor dem Eastern District Court of Virginia unter Richterin Leonie Brinkema, wo «ein fairer Prozess absolut unmöglich» ist (John Kiriakou, Ex-CIA). Ausserdem drohen Assange Folter und möglicherweise sogar die Todesstrafe.

Mit einer Auslieferung an die USA verstiesse Grossbritannien gegen elementarste international anerkannte Grundrechte (Folterverbot, fair trial, Art. 3 und 6 der Europäischen Menschenrechtskonvention) und zwingendes Völkerrecht (Non-Refoulement der Genfer Flüchtlingskonvention).

Der UNO-Sonderberichterstatter, Nils Melzer, spricht von einem «grossen Risiko» eines unfairen Prozesses. Ebenso stellt er fest, «dass sich die USA hinsichtlich Folter in den letzten zwei Jahrzehnten nicht als sicheres Land erwiesen haben».

Julian Assange ist Enthüllungsjournalist. Er hat Kriegsverbrechen der USA in Afghanistan und Irak ans Licht gebracht. Seine Verhaftung verletzt nicht nur die Pressefreiheit, sondern stellt angesichts der drohenden Sanktionen, Folter und Todesstrafe, die faktische Wiedereinführung der Zensur dar.

Dies ist das Ende einer lebendigen Demokratie und der Freiheit, auf die der Westen bislang als eine seiner vitalsten Errungenschaften zu Recht stolz war.

Daher fordern wir Anwältinnen, Juristen und Schweizer Bürgerinnen und Bürger den Bundesrat auf, Julian Assange Asyl in der Schweiz zu gewähren,

  • weil Julian Assange von den USA verfolgt wird, nur weil er als Journalist Kriegsverbrechen aufgedeckt hat,
  • weil Wikileaks in 100 Prozent ihrer Berichterstattung für Transparenz gesorgt hat,
  • weil Julian Assange und Wikileaks nur die Grundwerte unserer Schweizer Verfassung von 1848 verteidigen: die Pressefreiheit, Rede- und Meinungsfreiheit und Demokratie, und
  • weil ohne Recht nur Willkür und Gewalt herrschen.

Zu den Erstunterzeichnenden des Appells gehören, neben den unten aufgeführten Initianten, 35 Juristen und Bürgerinnen, darunter auch der ehemalige Präsident des Bundesgerichts Giusep Nay, der SP-Nationalrat Carlo Sommaruga und der Freiburger Rechtsprofessor Marcel Niggli.

Marcel Bossonet Der Rechtsanwalt in Zürich ist der Schweizer Anwalt von Whistleblower Edward Snowden

Andreas Noll Der Rechtsanwalt in Basel ist spezialisiert auf Strafrecht.

Philip Stolkin Der Zürcher Anwalt wurde bekannt für seinen Widerstand gegen Sozialdetektive.

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Seniora.org unterzeichnet diesen Appell mit aller Entschiedenheit.
Margot und Willy Wahl

Schweiz, Enthüllung, Recht, Völkerrecht, Menschenrechte

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Ein freundschaftlicher Blick auf Rußland - Ein Reisebericht

Frieden und Freundschaft mit Rußland könnten erblühen, wenn man mehr auf Rußland hören würde.
von Ulrike und Werner Schramm - September 2018
Ein Blick in manche Zeitungen oder Fernseh„berichte“ genügt und die dort jeweils geschürte antirussische Stimmung  – würden wir den Mainstream-Medien überhaupt noch Glauben schenken  – hätte uns von einem, vor allem menschlich, überwältigenden Erlebnis abgehalten: Unserer Reise nach Nischni Nowgorod, einer 1,5 Mio.-Stadt etwa 2300 km entfernt von hier. Das russische Alphabet hatten wir noch flink hier mit Hilfe gelernt und unser in Rußland lebender Freund, der mit einer Russin verheiratet ist, wurde unsere Brücke auch zu einer anderen Kultur.

Russland, Diskussionskultur

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Bordeaux, Stadt der Sklavenhändler

13 Millionen Menschen wurden vom 16. bis zum 19. Jahrhundert auf europäischen Sklavenschiffen von Afrika nach Amerika verschleppt. Es ist ein Verbrechen, das die USA bis heute zerreisst.
Von Nadia Pantel
Tages-Anzeiger, 26. 06. 2018
461-mal verliessen die Sklavenschiffe den Hafen von Bordeaux, vom Quai unweit der Place de la Bourse. Die Stadt war der wichtigste Sklavenhändlerhafen nach Nantes. Und sie war der wichtigste Umschlagplatz für Kolonialwaren, angebaut von Sklaven auf französischen Plantagen. Nantes eröffnete 2012 eine Gedenkstätte für die Abschaffung der Sklaverei. Hier an der Place de la Bourse ist das steinerne Gesicht an der Fassade das Einzige, was an diese Zeit erinnert. Es wurde angebracht von denen, die vom Reichtum der Kaufleute erzählen wollten, von exotischen Welten  – nicht von denen, die im Rumpf der Schiffe und auf den Zuckerrohrfeldern starben wie Tiere.

Will die Erinnerung erhalten: Karfa Diallo. Video: YouTube / France 3

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Geschichte, Bildung, Schule & Bildung, Sklavenhandel

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Willy Wimmer erhält den Bautzner Friedenspreis 2019

Am 30.01.2019 fand im Deutsch-Sorbischen Volkstheater in Bautzen die Preisverleihung "Bautzner Frieden" statt.
Video 50 Min.
Geehrt wurden dieses Jahr Willy Wimmer und der Verein "Leuchtturm-Majak e.V."

Willy Wimmer, geboren am 18. Mai 1943, ist ein politisches Urgestein, Jurist und Autor mehrerer Sachbücher. Willy Wimmer trat 1958 in die CDU ein und errang 1976 erstmals ein Bundestagsmandat. Er war unter anderem als Staatssekretär des Verteidigungsministeriums während der Kanzlerschaft Helmut Kohls tätig. Als Diplomat begleitete er die 2+4 Gespräche zur deutschen Wiedervereinigung. 2009 schied er aus dem Bundestag aus.

Willy Wimmer war von Anfang an ein Kritiker des 1999 begonnenen völkerrechtswidrigen Krieges gegen Jugoslawien. Er setzte stets auf Entspannungspolitik, kritisiert Sanktionen unter anderem gegen Russland.

In seinem Buch "Die Akte Moskau" spricht Wimmer die aggressive Expansionspolitik der NATO an, die mit ihren Militärmanövern vor den Grenzen Russlands eine Atmosphäre der Bedrohung schaffen.

Die Laudatio hielt Wolfgang Effenberger, Politologe und ein langjähriger Freund Willy Wimmers. Beide schrieben zusammen das Buch „Wiederkehr der Hasardeure: Schattenstrategen, Kriegstreiber, stille Profiteure 1914 und heute“.

Die Laudatio von Wolfgang Effenberger

Deutschland, Frieden

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Rainer Mausfeld zu den „Gelbwesten“, Neoliberalismus, Migration und Elitendemokratie

Jasmin Kosubek spricht mit dem Psychologie-Professor über die Bewegung der Gelben Westen in Frankreich und fordert seine kritischen Thesen zum Neoliberalismus heraus.
RTDeutsch 14. 12. 2018
Der emeritierte Professor für Psychologie, Rainer Mausfeld, begeistert mit seinen Vorträgen zu Manipulationstechniken in Medien und Politik und zieht damit ein Millionenpublikum an. So vertritt Mausfeld zum Beispiel die These, dass sich die repräsentative Demokratie der westlichen Welt zu einer neoliberalen Elitendemokratie entwickelt hat und stellt Begriffe und Systeme in Frage, die man sonst als gegeben ansieht.

Video 1:40:34 - 222.043 Aufrufe

Kapitel:
00:50 Protest der „Gelben Westen“
19:40 Eliten und Machteliten
25:45 Täter und Opfer  – Wer entscheidet?
32:35 Pflicht des Bürgers, sich selbst zu informieren
44:55 Demokratisierung der Demokratie 49.00 Direkte Demokratie als Lösung?
52:49 Frage der Repräsentanz im Parlament  – Wo sind die LKW-Fahrer?
55:10 Annegret Kramp-Karrenbauer
57:00 Migration und der Neoliberalismus
1:04:44 Rechtspopulismus, Heimat und Nation
1:10:30 Neoliberalismus
1:22:00 Kritik an Mausfeld
1:38:10 Utopie

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=mdchIFjToG8

Medien, Demokratie, Frankreich, Politik & Wirtschaft, Propaganda, Völkerrecht, Nationalismus, Menschenrechte, Rechtsextremismus, Kapitalismus, Globalisierung, Schule & Bildung, Grundgesetz, Sozialstaat

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Für eine sachliche Aufklärung über Geschichte, Ursachen und Auswirkungen von Migration

Ein neues Buch von Hannes Hofbauer
Interview mit Hannes Hofbauer *
Zeit-Fragen Nr. 26 v. 20. November 2018

«Hunderttausende von alleinstehenden muslimischen Männern, hunderttausende abgelehnte Asylbewerber sowie eine unbekannte Zahl illegal Aufhältiger schaffen sowohl in ihren jeweiligen Herkunftsländern als auch in den westeuropäischen Zielländern, allen voran in Deutschland, Österreich und Schweden, allergrösste demografische, soziale, kulturelle und politische Probleme. Die Auswirkungen in ihrer Heimat sind evident. Durch Kriege und Krisen zerstörte Staatlichkeiten, von gegenseitigem Hass auf den jeweiligen Feind durchdrungene Gesellschaften würden für einen Wiederaufbau jede hilfreiche Hand brauchen. Die Herstellung funktionierender ökonomischer Kreisläufe, ja die technischen Voraussetzungen dafür, angefangen vom Aufbau der Energieversorgung bis zum Schulwesen, wird ohne eine junge, agile Generation nicht gelingen können. Doch gerade diese hat sich, die Männer voraus, in fremde Gefilde begeben und fehlt bitterlich zu Hause; sie bildet einen Brückenkopf, der Folgewanderungen auslösen wird.»
Hannes Hofbauer. Kritik der Migration. Wer profitiert und wer verliert. 2018, S.159

Hannes Hofbauer hat am 20. Oktober 2018 sein Buch «Kritik der Migration. Wer profitiert und wer verliert?» in der Schweiz vorgestellt. Im Anschluss an seinen Vortrag führte Zeit-Fragen das folgende Interview mit ihm.

Naher Osten, Flüchtlinge, Krieg, Asyl, Bücher, Geopolitik, Golfkriege, Deutschland, Migration

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«Es ist möglich!»

Zum Lebenswerk von Beat Richner, Kinderarzt
von Erika Vögeli
Zeit-Fragen Nr. 22 v. 25. September 2018
In Beat Richner verlieren wir alle einen gross­artigen Menschen, einen wunderbaren Botschafter der humanitären Schweiz, einen unabhängigen Denker und unbeugsamen Kämpfer für die Anerkennung des Rechts eines jeden Menschen auf die für ihn notwendige, korrekte medizinische Behandlung ohne jeden Abstrich. «Ich bin Gefangener meines Gewissens»,1 schrieb er einmal, weil die Not der Kinder in einem armen Land, zerstört von Krieg und Gewaltherrschaft, ihn anrührten, ihn aufforderten zu handeln und etwas zu tun. Er hat das getan  – hingebungsvoll, ausdauernd, mit zäher Hartnäckigkeit, denn «das Leben eines Kindes ist ein Universum», und in armen Ländern ist das Sterben eines Kindes nicht einfacher, «der Bezug der Mutter zum Kind [ist] überall auf der Welt der kostbarste menschliche Kontakt überhaupt. Und ein Bruch dieses engsten Kontaktes, eine Verletzung des engsten Vertrauens, den Menschen miteinander haben können, fügt überall den gleichen unsäglichen Schmerz zu». Und: «Es gibt nichts mehr als Leben im Leben.»

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Syrien - Ein Land im Widerstand

Mehr als ein Reisebericht
Von Eva und Markus Heizmann, Rezension Kaspar Trümpy
Das Versprechen des Untertitels „Mehr als ein Reisebericht“ wird voll erfüllt. Neben der Schilderung vielfältiger Begegnungen der Autoren mit diversen Akteuren (Freunde, Politiker, Soldaten, Nonnen, Amtsträger, Ärzte, Journalisten, Hisbollah Kämpfer, gewöhnliche Syrer) und dem damit einhergehenden Informationsaustausch aus erster Hand, werden immer wieder geschichtliche und politische Analysen eingestreut. Nicht zu übersehen die grosse emotionale Komponente, indem das Buch als die Einlösung des Versprechens betrachtet wird, hier bei uns über die wahren Begebenheiten und die Lage im vom Westen angegriffenen und teilweise verwüsteten Syrien zu berichten.

Buch Syrien ein Land im Widerstand

Naher Osten, Syrien, Propaganda, Frieden, Geopolitik

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