Miko Peled kommt nach Bern und Zürich am 17. und 19. Juni 2017

Miko Peled, Autor von “Der Sohn des Generals”, spricht im Rahmen der Veranstaltung „50 Jahre Sechstagekrieg“, organisiert vom Asien-Orient-Institut, über seinen Vater. General Matti Peled setzte sich nach dem Sechstagekrieg und der völkerrechtswidrigen Besetzung der palästinensischen Gebiete 1967 für Versöhnung und Frieden zwischen Israelis und Palästinensern ein. Sein Sohn Miko Peled geht zwei Fragen nach: Was habe ich von meinem Vater gelernt? Wie können Israelis und Palästinenser jene Feindschaft überwinden, die täglich Menschenleben fordert?

Miko Peled

Miko Peled

Zürich: Montag, 19. Juni 2017, 19.00
Universität Zürich (Hauptgebäude), Hörsaal KOL F-101 (in englischer Sprache)
Moderation: Erich Gysling.

Bern: Samstag, 17. Juni 2017, 15.30 Uhr (anschliessend an die GV der GSP)
Kornhausforum, Bern, Kornhausplatz 18

Mehr zum Buch: Der Sohn des Generals

Buch Der Sohn des Generals

Aus dem Englischen von Michael Schiffmann. Fr. 24.00, Euro: 21.80  – ISBN: 978-3-85990-290-9

Miko Peled ist ein Friedensaktivist, der es wagt, Wahrheiten öffentlich auszusprechen. Er wurde 1961 in Jerusalem geboren und entstammt einer bekannten Familie jüdisch zionistischer Aktivisten. Sein Grossvater war ein Führer der zionistischen Bewegung und einer der Unterzeichner der israelischen Unabhängigkeitserklärung von 1948.

Miko Peled ist der Sohn des israelischen Generals Matti Peled, der 1967 durch seine Rücktrittsdrohung den folgenschweren Krieg Israels gegen seine Nachbarstaaten Ägypten, Jordanien und Syrien erzwang. Es war dieser Krieg, der zur Besetzung grosser arabischer Territorien und damit zu der verfahrenen Situation von heute führte. Peleds Vater Matti trat in den letzten Jahrzehnten seines Lebens energisch für eine Versöhnung zwischen Israelis und Palästinensern und einen gerechten Frieden auf der Basis der Gleichberechtigung ein.

Sein Sohn Miko war mehr an seiner beruflichen Laufbahn als Kampfsportlehrer interessiert. Er lebte in Kalifornien, als ihn 1997 ein schockartiges Ereignis aus seiner relativen politischen Lethargie riss: Seine 13-jährige Nichte war durch einen palästinensischen Terroranschlag getötet worden.

Statt aus diesem traumatischen Ereignis die Konsequenz zu ziehen, die Araber und Palästinenser zu hassen, schlug Miko Peled den entgegengesetzten Weg ein und widmete sich konsequent der Frage: Wie konnte es zu diesem furchtbaren Ereignis kommen? Wer sind die Menschen, aus deren Mitte dieses Attentat hervorging? Was haben wir, die Israelis, getan, um sie zu solchen Aktionen zu treiben?

Und noch wichtiger: Wie können wir, Israelis wie Palästinenser, eine Situation schaffen, in der zwischen uns Frieden herrscht statt eine sinnlose, zerstörerische Feindschaft, auf deren Altar täglich Menschenleben geopfert werden?

Von dieser Reise, zu der vor allem Forschungsexpeditionen ins ›Feindesland‹ der ›anderen Seite‹ gehören, berichtet Miko Peleds Buch. Es ist geprägt von tiefer Menschlichkeit und vermittelt neue Einsichten, jenseits gängiger politischer Schablonen und Klischees.

Schweiz, Israel, Frieden, Geschichte, Bücher, Palästina

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Quelle: Edition8
http://www.edition8.ch/buch/der-sohn-des-generals/
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