Coronavirus-Impfstoff von Pfizer: Was unausgesprochen bleibt

von F. William Engdahl* - Global Research, November 15, 2020
23. November 2020
Bill Gates finanziert und fördert die Entwicklung neuer, noch ungetesteter Impfstoffe intensiv. Das Ziel: Uns vor einem qualvollen Tod durch das neue Coronavirus zu schützen und uns voraussichtlich die Möglichkeit zu bieten, wieder zu einem einigermassen «normalen» Leben zurückzukehren. Inzwischen hat der Pharmariese Pfizer spektakuläre Ergebnisse zu den ersten Tests am Menschen veröffentlicht. Für die Produktion des Impfstoffs wird die experimentelle Technik des «Genome Editing», bekannt auch als «Genomchirurgie», verwendet. Insbesondere das mRNA-Genom-Editing wurde nie zuvor für die Herstellung von Impfstoffen eingesetzt. Bevor wir daher zu viel Hoffnung auf ein gewisses Mass an Immunität setzen, sollten wir mehr darüber erfahren, wie radikal diese experimentelle Technologie ist  – und wie wenig präzise.

Pfizer Gebäude
Am 9. November löste eine Pressemeldung an den Börsen ein Kursfeuerwerk aus. Der Pharmariese Pfizer und sein deutscher Partner BioNTech informierten über die Entwicklung ihres Impfstoffs gegen Covid-19 mit einer behaupteten Schutzwirkung von 90 %. Anthony Fauci, der kontrovers diskutierte US-Chef des NIAID (National Institute of Allergy and Infectious Diseases), begrüsste die Neuigkeit postwendend, und die EU verkündete den Kauf von 300 Millionen Dosen des kostspieligen neuen Impfstoffs. Ginge es nur nach den Finanzmärkten, schien die Pandemie schon so gut wie beendet.

Verdachtsmomente

Nur Pfizer-Chef Albert Bourla (CEO) traute dem Optimismus, den sein Unternehmen verbreitete, wohl selbst nicht so ganz über den Weg. Am Tag, an dem sein Unternehmen die vorläufigen Ergebnisse der Impfstoffstudie veröffentlichte, verkaufte er 62 % seiner Pfizer-Aktien und machte damit Millionengewinne. Um den Verdacht eines «Insider-Geschäfts» zu entkräften, hatte er den Verkauf bereits im August über eine Sonderoption eingeleitet. Terminiert wurde das Ganze zudem auf die Zeit kurz nach den US-Wahlen. Unterdessen wurde Joe Biden von den Mainstream-Medien unrechtmässiger Weise zum gewählten Präsidenten erklärt. Ganz offensichtlich befand sich Bourla mit seinem Timing in einem recht eindeutigen Interessenkonflikt. Immerhin erfolgte der Verkauf und die Pressemitteilung des Unternehmens am selben Tag.

Bourla belog die Presse und bestritt, dass seine Firma von der Trump-Regierung Gelder für die Entwicklung des Impfstoffs erhalten habe. Doch wie sich herausstellte, wurde im Sommer ein Vertrag über die Lieferung von 100 Millionen Dosen an die US-Regierung abgeschlossen. Verdächtig war außerdem, dass das Unternehmen zuerst das Team von Joe Biden und nicht die zuständigen US-Regierungsbehörden informierte.

Doch das ist längst nicht alles, was an der allseits umjubelten Meldung aus dem Hause Pfizer bedenklich stimmt.

Der deutsche Partner

Pfizer, weithin bekannt für Viagra und andere Medikamente, hat mit der kleinen Firma BioNTech aus Mainz eine Partnerschaft geschlossen. Denn von ihr stammte die Entwicklung der radikalen mRNA-Technik für die Herstellung des neuen Corona-Impfstoffs. BioNTech wurde erst 2008 gegründet. Kurz bevor das neuartige Coronavirus im chinesischen Wuhan bekannt wurde und nur wenige Wochen vor dem Börsengang des Unternehmens, unterzeichnete BioNTech einen Kooperationsvertrag mit der «Bill & Melinda Gates Foundation» für die Entwicklung neuer mRNA-Techniken zur Behandlung von Krebs und HIV. Kurioserweise wurde die Pressemitteilung vom 5. September 2019 inzwischen gelöscht, in der die Gates-Stiftung das Potenzial von BioNTech zur «deutlichen Reduzierung von HIV und Tuberkulose weltweit» feststellt.

BioNTech ging ferner eine Vereinbarung mit einem der grössten Arzneimittelhersteller in China ein   – mit der Shanghai Fosun Pharmaceutical Co., Ltd («Fosun Pharma»). Darin geht es um die Entwicklung einer Variante des mRNA-Impfstoffs gegen das neuartige Coronavirus für den chinesischen Markt. Ai-Min Hui, Präsident der weltweiten Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Fosun Pharma, erklärte im August in einer Stellungnahme: «Die Impfung des ersten chinesischen Probanden mit BNT162b1 ist ein Meilenstein für das gemeinsame globale Entwicklungsprogramm in China. Wir arbeiten eng mit BioNTech und den zuständigen Behörden zusammen, um die Sicherheit und Wirksamkeit von BNT162b1 und weiteren mRNA-Impfstoffkandidaten zu evaluieren ...».

Es handelt sich also um ein und dasselbe deutsche Biotech-Unternehmen, das hinter den eilig entwickelten Covid-19-Impfstoffen sowohl für China als auch für die USA und die EU steckt. Ein Impfstoff, der in alarmierend kurzer Zeit zur endgültigen Zulassung eingereicht wurde.

In den USA, in der EU und vermutlich auch in China verzichteten die Behörden auf die standardmässigen Tierversuche mit Frettchen oder Mäusen. Stattdessen gingen sie direkt zu menschlichen «Versuchskaninchen» über. Ende Juli und Anfang August begannen die Tests am Menschen. Drei Monate sind für die Erprobung eines neuen Impfstoffs bisher beispiellos. Dieser Prozess dauert normalerweise mehrere Jahre. Doch angesichts der weltweiten Panik, die die WHO aufgrund des Coronavirus ausgelöst hat, wird jede Vorsicht in den Wind geschlagen. Alle Impfstoffhersteller sind rechtlich so abgesichert, dass sie nicht verklagt werden können, wenn Menschen aufgrund des neuen Impfstoffs sterben oder körperliche Schäden davontragen.

Am alarmierendsten ist jedoch die Tatsache, dass genveränderte mRNA von Pfizer-BioNTech nie zuvor als Impfstoff für die Anwendung beim Menschen zugelassen wurde. Das ist insbesondere vor dem Hintergrund einer zweijährigen Peer-Review-Studienphase mit Mäusen bemerkenswert, bei der den Tieren gentechnisch veränderter Mais verabreicht wurde, der vorab mit Glyphosat der Firma Monsanto besprüht worden war. Erst nach neun Monaten zeigten sich Krebstumore sowie Leber- und andere Organschäden. Frühere Tests der Firma Monsanto endeten bereits nach drei Monaten. Die Firma hatte stets behauptet, es gäbe keine Schädigungen. Ähnlich verhält es sich bei den mRNA-basierten-Impfstoffen: Sie sollen nach einer Studienphase von weniger als 90 Tagen beim Menschen auf den Markt gebracht werden.

«Ausdrücklich experimentell»

Dr. Michael Yeadon antwortete kürzlich in einem öffentlichen Kommentar in den sozialen Medien einem Kollegen in Grossbritannien:

«Alle Impfstoffe gegen das SARS-COV-2-Virus sind per definitionem neu. Kein Impfstoffkandidat ist ... seit mehr als ein paar Monaten in der Entwicklung».

Yeadon fuhr fort:

«Sollte ein solcher Impfstoff unter beliebigen Umständen, die nicht AUSDRÜCKLICH experimentell sind, zur Impfung zugelassen werden, bin ich der Ansicht, dass die Impfstoffempfänger in krimineller Absicht getäuscht werden. Der Grund dafür ist, dass es exakt null menschliche Probanden gibt, über ... die Daten hinsichtlich der Sicherheit vorliegen, die älter als ein paar Monate sind».

Als Kritiker ist Yeadon bestens qualifiziert. In seinem Kommentar schreibt er: «Ich habe einen Abschluss in Biochemie und Toxikologie sowie einen auf Forschung basierenden Doktortitel in Pharmakologie. Ich arbeite seit 32 Jahren in der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung, hauptsächlich im Bereich neuer Medikamente gegen Lungen- und Hautkrankheiten. Ich war VP bei Pfizer und CEO ... eines von mir gegründeten Biotech-Unternehmens (Ziarco   – von Novartis übernommen). Ich verfüge über Fachwissen im Bereich der Forschung und Entwicklung neuer Medikamente.» Zuvor war er bei Pfizer in leitender Funktion tätig.

Menschliche Versuchskaninchen?

Der Pfizer-BioNTech-Impfstoff ist experimentell, und seine Sicherheit kann keineswegs garantiert werden. Dennoch scheinen Pfizer, die EU und der berüchtigte Dr. Antony Fauci bereit zu sein, ihn noch vor Jahresende an hunderte Millionen Menschen zu verabreichen.

Die experimentelle Technologie basiert auf einer relativ neuen Form der Genmanipulation, dem so genannten Genom Editing. In einem grösseren Artikel in der Zeitschrift «Foreign Affairs» des New Yorker «Council on Foreign Relations» warb Bill Gates 2018 überschwänglich dafür, dass die neuartige gentechnische CRISPR-Technologie in der Lage sei, «die weltweite Entwicklung zu verändern». Er wies darauf hin, dass seine Gates-Stiftung die Entwicklung des Genom Editing für Impfstoffe und andere Anwendungen seit einem Jahrzehnt finanziert habe.

Aber ist diese Technologie für das Aufbrechen und wieder Zusammenfügen menschlicher Gene so absolut sicher, dass es sich lohnt, alles auf einen neuartigen experimentellen Impfstoff zu setzen, der noch nie zuvor beim Menschen verwendet wurde? Im Gegensatz zu dem, was Bill Gates behauptet, ist die wissenschaftliche Antwort darauf: Nein, die Sicherheit ist durchaus nicht erwiesen.

In einem durch Fachkollegen begutachteten Artikel in der Zeitschrift «Trends in Genetics» vom Oktober 2020 kommen die Autoren zu folgendem Schluss:

«Die mögliche Tragweite molekularer Prozesse, die sich aus der Genombearbeitung ergeben kann, wird unterschätzt, und die Technologie bleibt weiterhin unberechenbar direkt am und abseits des Zielortes».

Der emeritierte Professor für Pharmakologie und Toxikologie am «College of Medicine» der Universität der Philippinen in Manila, Dr. Romeo Quijano, wies auf einige der Gefahren des experimentellen Genom Editing beim Einsatz in Humanimpfstoffen hin. Quijano warnt vor der Gefahr, «dass der Impfstoff die Pathogenität des Virus tatsächlich «verstärken» oder es aggressiver machen könnte, möglicherweise aufgrund von infektionsverstärkenden Antikörpern (ADE), so wie es bei früheren Studien zu Testimpfstoffen im Tierversuch der Fall war. Würde dies bei einem groß angelegten klinischen Versuch an Menschen eintreten, so könnte das Ergebnis verheerend sein. Diese schwerwiegende negative Wirkung lässt sich möglicherweise nicht einmal durch eine klinische Studie nachweisen, insbesondere bei stark verzerrten klinischen Versuchen, bei denen es zu Interessenkonflikten mit Impfstofffirmen kommt. Selbst wenn ein schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis nachgewiesen wird, wird dies normalerweise unter den Teppich gekehrt».

Er nennt den Fall eines weiteren mRNA-Impfstoffkandidaten von Gates, nämlich den der Firma Moderna. «Drei der 15 menschlichen Probanden in der Hochdosisgruppe litten unter schweren und medizinisch signifikanten Symptomen. Moderna kam jedoch zu dem Schluss, dass der Impfstoff «im Allgemeinen sicher und gut verträglich» sei, was die Medien, die von dem Unternehmen dominiert werden, pflichtgemäss berichteten und die tatsächliche Gefahr vertuschten ...».

Er stellte ferner fest:

«Exogene mRNA ist von Natur aus immunstimulierend. Diese Eigenschaft der mRNA könnte vorteilhaft oder schädlich sein. Möglicherweise entfaltet es eine adjuvante Wirkung und könnte die Antigenausprägung hemmen sowie die Immunantwort negativ beeinflussen. Die widersprüchlichen Effekte der angeborenen Immunreaktion auf verschiedene Formen der mRNA-Impfstoffe sind bisher nur lückenhaft erforscht». Quijano ergänzt: «Ein mRNA-basierter Impfstoff könnte auch starke Typ-I-Interferon-Reaktionen hervorrufen, die nicht nur mit Entzündungen, sondern potenziell auch mit Autoimmunität assoziiert wurden ... und die Blutgerinnung und pathologische Thrombusbildung fördern könnten».

Quijano schreibt in dem ausführlich belegten Artikel:

«Neben anderen Gefahren könnten sich die Vektorviren-Impfstoffe mit natürlich vorkommenden Viren rekombinieren und Hybridviren produzieren, die unerwünschte Eigenschaften zeigen könnten, die die Übertragung oder Virulenz beeinflussen. Die ... möglichen Folgen einer Rekombination lassen sich mit den vorhandenen Mitteln und Kenntnissen praktisch nicht genau quantifizieren. Die Risiken sind jedoch real. Dies zeigt sich beispielsweise durch das Auftreten mutierter Virustypen, eine erhöhte Pathogenität und unerwartet schwerwiegende, unerwünschte Ereignisse (einschliesslich Tod) nach willkürlichen Massenimpfungen und früheren gescheiterten Versuchen, chimäre Impfstoffe mit Hilfe der Gentechnik zu entwickeln».

Bill Gates, die mRNA-Impfstoffhersteller, darunter Pfizer / BioNTech und Moderna, sowie ihre engen Verbündeten wie Dr. Anthony Fauci vom NIAID spielen in ihrer Eile, diese experimentellen Impfstoffe in unsere Körper zu bringen, ganz offensichtlich überstürzt und unbekümmert mit dem Leben von Menschen. Derselbe Dr. Fauci und sein NIAID sind zudem Patentinhaber eines Impfstoffs gegen Denguefieber namens «Dengvaxia». Dieser wird von der Firma Sanofi-Pasteur vermarktet und seit 2016 von der WHO unter der Leitung von Tedros als «unverzichtbarer» Impfstoff beworben. Robert F. Kennedy Junior merkte an, dass Fauci und das NIAID «aus den klinischen Studien wussten, dass es ein Problem mit der widersprüchlichen Immunreaktion gab». Sie verabreichten den Impfstoff aber trotzdem. Mehrere hunderttausend philippinische Kinder wurden damit behandelt. Schätzungen zufolge starben bis zu 600 geimpfte Kinder, bevor die Regierung die Impfungen einstellte.

Es liegt auf der Hand, dass das bewährte Vorsorgeprinzip «bei ernsthaften Zweifeln: nicht anwenden» von Fauci, Pfizer / BioNTech und anderen im Zuge der überstürzten Zulassung des neuen mRNA-Impfstoffs gegen das Coronavirus ignoriert wird. Bisher gibt es noch kein zugelassenes Medikament, geschweige denn einen Impfstoff auf Basis der Messenger-RNA-Technologie.

*F. William Engdahl ist strategischer Risikoberater und Dozent. Der diplomierte Politologe absolvierte sein Studium an der Princeton University und ist Bestseller-Autor zu den Themen Öl und Geopolitik. Er schreibt exklusiv für das Online-Magazin «New Eastern Outlook».

Übersetzung seniora.org

Originaltext engl. sowie  russische Übersetzung:

https://journal-neo.org/2020/11/13/what-s-not-being-said-about-pfizer-coronavirus-vaccine/

https://www.globalresearch.ca/what-not-said-pfizer-coronavirus-vaccine/5729461

https://ru.journal-neo.org/2020/11/13/chem-mogut-obernutsya-dlya-mira-zapadny-e-vaktsiny-ot-koronavirusa/

Eine Übersicht über die internationale Impfstoffproduktion und deren einzelne Typen findet man hier:
https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/impfstoffe-zum-schutz-vor-coronavirus-2019-ncov

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