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13. 05. 2026 Von Redaktion - übernommen von german.china.org.cn
14. Mai 2026

Warum die USA und China zusammenarbeiten müssen


Trumps prominentes Gefolge in Peking: Szene am Donnerstag vor der Halle des Volkes in Peking: Prominente Mitglieder von Präsident Trumps Gefolge beim Abspielen der Nationalhymnen während des Empfangs für den Staatsgast aus Washington. Vordere Reihe von links: Trumps stellvertretender Stabschef Stephen Miller, US-Handelsminister Greer, Kriegsminister Hegseth, Finanzminjister Bessent, Aussenminister Rubio, US-Botschafter in China, Perdue. Dahinter: Apple CEO Tim Cook, Elon Musk, und Nvidia CEO Jensen Huang. Foto: Keystone/AP Photo/Mark Schiefelbein

(Red.)In dem nachstehenden Text wird klar, warum China die diplomatischen Beziehungen mit den USA nicht abbricht, obwohl der kollektive Westen immer offener, und mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, Krieg gegen das Dreieck China-Russland-Iran führt. Dieser Vergleich klingt vielleicht banal: Ein Rüpel, der sich im Kindergarten dadurch hervortut, dass er alle anderen zu schickanieren versucht, muss vom Erzieher mit Nachdruck an die Geltung der gemeinsamen humanen Regeln erinnert werden. Der Rüpel muss spüren, dass ihm ein Erzieher gegenübersteht, an dem er nicht vorbeikommt und der es nicht zulässt, dass seine Schutzbefohlenen (und natürlich auch der Erzieher selbst) weiterhin geplagt werden.
Viele sagen in diesen Tagen, dass das Völkerrecht obsolet sei, weil es niemanden gebe, der es wirksam durchsetzen könne. Nichts könnte weiter von der Realität entfernt sein: Das Dreieck China-Russland-Iran hat sich entschlossen, diesen Erziehungsauftrag zu übernehmen, und es hat deutlich gemacht, dass ihm die notwendigen Mittel zur Zurechtweisung zur Verfügung stehen. Dem Rüpel werden seine Knüppel einer nach dem anderen aus der Hand geschlagen und er muss sich zwangsläufig darauf einstellen, dass ab sofort ein anderer Ton angeschlagen wird. Gleichzeitig wird aber auch der positive Ausweg nicht verstellt, sondern die Tür steht weit offen: Kooperation statt Konfrontation - Stabilität statt Chaos.
Natürlich werden sich die notorischen Mafiosi nicht so ohne weiteres ihrem neuen Schicksal ergeben - sie werden weiterhin ausschlagen und versuchen, so viel Chaos anzurichten, wie sie können - bis hin zur vorsätzlichen Weltwirtschaftskrise. Aber die Erkenntnis, dass sie ihre bisherige Gewaltherrschaft nicht aufrechterhalten können, beginnt bei einigen angesichts der Vergeblichkeit ihrer Versuche langsam zu dämmern. Ob und in welcher Form sich diese intern durchzusetzen vermögen, werden wir gespannt weiter beobachten müssen. Auf jeden Fall wünschen wir dem chinesischen Versuch, die Welt sicherer zu machen, jeden möglichen Erfolg.(am/ww)

Xi Jinping hebt ein Kristallglas zum Toast bei einem Staatsessen mit Donald Trump in der Grossen Halle des Volkes in Peking, China.

Rede von Präsident Xi Jinping an Präsident Donald Trump

https://www.youtube.com/watch?v=_GX1G88uPv0

Antwort von Präsident Trump

 https://www.youtube.com/shorts/UgsRD6Gadqw 

Die internationale Ordnung tritt in eine Phase tiefer Turbulenzen ein. Die relative Stabilität, die die Welt nach dem Kalten Krieg bislang genoss   – gestützt auf multilaterale Institutionen, offene Märkte und Zurückhaltung der Großmächte   – bröckelt unter dem Druck geopolitischer Spannungen, sich verschärfender wirtschaftlicher Konkurrenz und zunehmendem Unilateralismus. 

Von der Ukraine bis zum Nahen Osten tauchen Krisen immer schneller und komplexer auf, während bestehende Institutionen kaum damit Schritt halten können. Gleichzeitig wachsen langfristige Herausforderungen wie Klimawandel, Energieunsicherheit und Risiken für die öffentliche Gesundheit.

In einer solchen Welt ist der Verlauf der chinesisch-amerikanischen Beziehungen zu einem entscheidenden Faktor für die globale Stabilität geworden. Als große Nationen tragen sie eine besondere Verantwortung, ihre Beziehungen so zu gestalten, dass sie zur globalen Stabilität beitragen.

Eine strategische Grundlage für Sicherheit 

Grundlegend hängt die globale Stabilität davon ab, katastrophale Konflikte zwischen Großmächten zu verhindern. Die Geschichte zeigt, dass die Folgen unkontrollierter Rivalität zwischen Großmächten tragisch sind. Trotz aller Spannungen leben China und die USA heute in Frieden miteinander. Das allein ist eine entscheidende Grundlage für die globale Sicherheit.

Auf einer anderen Ebene fungiert eine stabile chinesisch-amerikanische Beziehung als eine Art systemische Versicherung für die Welt: Sie hilft, Konflikte in anderen Regionen einzudämmen, verringert erheblich das Risiko, dass diese zu einem weiteren Weltkrieg eskalieren, und hält diplomatische Lösungen für möglich.

Wirtschaftliche Stabilität in einer fragmentierenden Welt 

Heute sind die wirtschaftlichen Folgen geopolitischer Instabilität immer deutlicher sichtbar. Konflikte im Nahen Osten haben die Ölpreise in die Höhe getrieben und damit den Inflationsdruck in vielen Ländern verstärkt. Störungen der Wirtschaftstätigkeit   – ob durch Krieg, Sanktionen oder strategische Entkopplung   – haben die Entwicklungsaussichten sowohl für Industrie- als auch für Entwicklungsländer weiter erschwert.

Diese Auswirkungen sind zwar unterschiedlich, aber stets tiefgreifend. Steigende Energiekosten belasten die Haushaltsbudgets, erhöhen die Produktionsausgaben und treffen verletzliche Volkswirtschaften am härtesten. Die Landwirtschaft steht vor noch ernsteren Herausforderungen: Die energieintensive Düngemittelproduktion wird teurer oder eingeschränkt, gefährdet die Anbauzyklen und gefährdet die Ernährungssicherheit.

In diesem Zusammenhang haben China und die USA   – der größte Produzent und der größte Konsumentenmarkt der Welt   – ein gemeinsames Interesse an der Stabilisierung der Weltwirtschaft. Selbst wenn ihre Politik nicht vollständig übereinstimmt, kann die Vermeidung disruptiver Maßnahmen dazu beitragen, die Volatilität zu dämpfen. Stabilität ist also nicht nur eine Sicherheitsfrage, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit.

Konstruktiver Wettbewerb 

Über Sicherheit und Wirtschaft hinaus hängt die künftige globale Stabilität auch davon ab, wie die beiden großen Nationen   – mit unterschiedlichen politischen Systemen und Kulturen   – ihren Wettbewerb gestalten. Die Nullsummen-Gedanken   – dass der Gewinn des einen der Verlust des anderen sei   – hat sich in der Menschheitsgeschichte als zu vereinfacht erwiesen. Fortschritt entstand nicht etwa durch die Beseitigung eines Konkurrenten, sondern häufiger durch eine für beide Seiten vorteilhafte Dynamik, in der verschiedene Parteien koexistieren, konkurrieren und voneinander lernen. Dies kann zu gegenseitiger Anpassung und Innovation führen.

Das ist die Logik des konstruktiven Wettbewerbs. Sie beginnt mit einer einfachen Erkenntnis: Wettbewerb kann für alle Beteiligten gut sein. Mit den richtigen Prinzipien und Regeln   – nicht zuletzt Respekt und gegenseitigem Nutzen   – kann er tatsächlich Effizienz, Innovation und Reaktionsfähigkeit fördern. Daher muss er nicht in Feindseligkeit oder Ausgrenzung ausarten.

Auf dem Weg zu einem Konsens für Stabilität 

Das Argument für eine stabile chinesisch-amerikanische Beziehung beruht nicht auf Idealismus, sondern auf einer nüchternen Abwägung gemeinsamer Interessen. Es stützt sich auf eine Prämisse: In einer Zeit sich überschneidender Krisen ist Stabilität an sich ein gemeinsames Gut.

Dies erfordert einen Minimalkonsens. Beide Seiten müssen anerkennen, dass die Kosten eines destabilisierenden Wettbewerbs   – wie wirtschaftliche Fragmentierung, technologische Abschottung und das Risiko von Konflikten   – letztlich nicht tragbar sind. Praktisch bedeutet dies, respektvollen Dialog aufrechtzuerhalten, das Völkerrecht zu achten und Bereiche funktionaler Zusammenarbeit zu bewahren, selbst inmitten eines umfassenderen Wettbewerbs.

Die Welt kann nicht warten 

Die Welt von heute beobachtet nicht nur die chinesisch-amerikanischen Beziehungen; sie wird von ihnen geprägt. Von Konfliktgebieten über Handelshäfen bis hin zu Lieferketten und Finanzstabilität   – die Auswirkungen sind global.

Steigende Inflation, unterbrochene Logistikketten und wachsender sozialer Druck sind für Millionen Menschen gelebte Realität. Kleine Unternehmen, die aufgrund steigender Kosten scheitern, Bauern, die unter Düngemittelknappheit leiden, und Haushalte, die mit höheren Lebenshaltungskosten zurechtkommen müssen   – all das spiegelt ein System unter Stress wider. In dieser Welt ist Stabilität kein nachrangiges Ziel mehr. Sie ist die grundlegende Voraussetzung für Entwicklung.

Die Menschheit war selten mit einer solchen Häufung von Herausforderungen konfrontiert. Und selten hing sie so direkt von den Entscheidungen zweier Länder ab. China und die USA teilen trotz aller Unterschiede eine grundlegende Verantwortung: für eine Welt Stabilität zu schaffen, die sie dringend braucht.

 
 
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