Jacques Baud wird sanktioniert – und die Schweiz schaut zu

Als die deutschen Journalisten Röper und Lipp sanktioniert wurden, reagierte niemand in der Schweiz – jetzt wird einer der weltweit angesehensten Militäranalysten sanktioniert – ein Schweizer. Die Weltwoche erwacht, die Schweiz im Tiefschlaf.
Terror durch Sanktionen von Journalisten, um die Wahrheit zu unterdrücken, ist bei der EU nicht neu. Am 20. Mai 2025 sanktionierte die EU erstmals zwei deutsche Journalisten – Alina Lipp und Thomas Röper. Wir haben damals detailliert über diesen Fall «EU sanktioniert deutsche Journalisten» berichtet und den Fall auch juristisch analysiert. Das Ergebnis war klar: Bestrafung ohne Delikt und Verfahren, Entrechtung und Enteignung ohne Anhörung. Die EU befindet sich in gefährlicher Nähe des Naziregimes von 1936 als Thomas Mann ausgebürgert wurde.
Nach dem gleichen Schema wird jetzt erstmals gegen einen Schweizer vorgegangen.

Jacques Baud - Objektiver kann man nicht sein
Jacques Baud ist einer der objektivsten und angesehensten Militäranalysten, die es gibt. Er ist nicht nur in ganz Europa, sondern auch in den USA durchaus angesehen und respektiert. Seine Tätigkeit beschränkt sich nicht nur auf Analysen bei den angesehensten YouTube-Plattformen, sondern er hat auch zahlreiche grossartige Bücher geschrieben. Sein Stil ist einzigartig, da er sich nicht um Politik, sondern lediglich um die Analyse der Kriegsführung kümmert; kühl und emotionslos. Seine Analysen waren nie Anti-Ukrainisch oder Pro-Russisch, sondern sachlich. Er sah schon seit langem eine Niederlage der NATO am Horizont, nicht basierend auf seinen Wünschen, sondern aufgrund der Fakten an der langen Front und der Kriegsstrategie und Taktik der verschiedenen Parteien.
Das passte so gar nicht zum russophoben Kriegsgeschrei der EU, die heute noch vom Endsieg träumt, wie Adolf Hitler im Frühjahr 1945. Das neueste Müsterchen kommt von Friedrich Merz, dessen Luzidität nun tatsächlich ernsthaft in Frage gestellt werden muss. Um den Diebstahl der russischen Vermögen zu rechtfertigen, sagte er am 15. Dezember 2025 vor dem Deutschen Bundestag:
"Um es hier sehr klar und sehr deutlich zu sagen: Wir tun das nicht, um den Krieg zu verlängern. Im Gegenteil: Wir tun das, um diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden, meine Damen und Herren. Denn dies sendet an Moskau das klare Signal, dass eine Fortsetzung dieses Krieges für Moskau sinnlos ist."
Friedrich Merz, 15. Dezember 2025
Das Verbrechen von Jacques Baud lag somit darin, dass seine Analysen richtig waren – nicht mehr und nicht weniger
Die Weltwoche steht auf - endlich
Als Alina Lipp und Thomas Röper sanktioniert wurden, begnügte sich die Weltwoche mit einem teilnahmslosen lauwarmen Artikel und stand für ihre Berufskollegen nicht auf – wir waren schockiert.
Offensichtlich ist dem opportunistischen Herrn Köppel der schlechte heisse Atem von Frau Kaja Kallas doch etwas zu nahe an den Nacken geraten: Köppel steht auf – endlich, denn er könnte der nächste sein und frei nach Martin Niemöller ist man dann hellwach.
"Als die Nazis die Kommunisten holten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte."
Holocaust Memorial Day Trust
Jetzt wird auch in der Weltwoche über das fehlende rechtliche Gehör und die politisch motivierte Verfolgung sinniert, nicht so detailliert wie in unsrem Beitrag vom 25. Mai 2025, aber immerhin.
"Opportunismus kostet hier einem 70-jährigen grossartigen Militäranalysten die Lebensqualität"
Die Weltwoche bringt ein halbes Dutzend Beiträge zu Jacques Baud und Köppel gibt die Jeanne d’Arc der Journalisten und stilisiert sich in seiner eigenen Art zum Winkelried der Mitglieder seiner Gilde. Reichlich spät, hätte Köppel im Mai mit der gleichen Kraft reagiert, hätten sich die Frauen und Männer in Brüssel wohl zweimal überlegt, einen Schweizer zu sanktionieren. Opportunismus kostet hier einem 70-jährigen grossartigen Militäranalysten die Lebensqualität.
Die offizielle Schweiz schweigt
Es ist nicht neu, dass mein Heimatland gegenüber Brüssel kein Rückgrat mehr hat. Die Weltwoche schreibt:
"In Bern will man am liebsten nichts damit zu tun haben und reicht die Causa wie eine heisse Kartoffel weiter."
Weltwoche, 18. Dezember 2025
Dies ist selbstverständlich bedenklich, aber der Schweizer Staat verhält sich genauso, wie sich Köppel im Mai dieses Jahres verhalten hat als deutsche Kollegen sanktioniert wurden. Man wollte mit der ganzen Sache nichts zu tun haben.
Der nächste Lackmustest für die Schweiz kommt bald
Der Raubzug der EU bezüglich der eingefrorenen Gelder der russischen Föderation wird wohl bald vollendet sein. Dies hat übrigens nichts mit Krieg zu tun, sondern es geht um das nackte finanzielle und politische Überleben der EU und ihrer kriminellen Köpfe, denn ohne das gestohlene Geld ist die EU pleite. Trotz der Klarheit, dass es sich bei der EU um eine kriminelle Organisation handelt, verhandelt die Schweiz mit der EU über ein umfassendes Paket neuer Abkommen, unter anderem über die Integration des dynamischen Rechtsübernahme-Prozessen. D.h. es wird in der Schweiz tatsächlich darüber diskutiert, von einer kriminellen Organisation automatisch Recht zu übernehmen.
Patrick Baab interviewte Jacques Baud
Wir möchten auf das am 16. Dezember aufgenommene Interview von unserem Autor Patrik Baab mit Jaques Baud hinweisen.
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4 Kommentare zu
«Jacques Baud wird sanktioniert – und die Schweiz schaut zu»
Felix Abt
Do. 18 Dez 2025, 13:31
While it is encouraging that the media have begun to address Jacques Baud’s case, there appears to be little interest in the fate of the first Swiss citizen to be sanctioned, Nathalie Yamb. The consequences for her are likely to be far more severe than for Jacques Baud, who benefits from a broad professional and social network. For this reason, the following information focuses on her case.Nathalie Yamb is a Swiss –Cameroonian dual national, born and residing in Switzerland, and a holder of a Swiss passport. She is a prominent anti-colonialist and pan-African activist, known for her uncompromising criticism of Western—particularly French—neo-colonial influence in Africa. She presents her work as political advocacy grounded in freedom of expression, sovereignty, and democratic accountability, explicitly challenging state power and foreign interference.In June 2025, the European Union placed Yamb under sanctions, making her the first Swiss citizen targeted in this sanctions wave. The EU accuses her of amplifying narratives aligned with Russian interests and of contributing to what it labels “foreign information manipulation and interference.” Notably, the sanctions are not based on judicial findings or criminal convictions but on executive determinations tied largely to her public commentary, reporting, and travel.The consequences are severe and far-reaching. Despite Switzerland not being an EU member, Swiss banks froze her accounts, effectively enforcing EU sanctions domestically. She is also barred from entering or transiting through EU territory, including EU airspace. In practical terms, this amounts to near-total mobility restrictions: if abroad, she risks being unable to return to Switzerland; if in Switzerland, she cannot leave without circumventing EU-controlled routes.Critics describe these measures as draconian and legally untested, emblematic of EU executive overreach—where political dissent by a Western citizen is punished without transparent evidence, due process, or judicial scrutiny. In this framing, Yamb’s case marks a troubling precedent: the extension of sanctions mechanisms, originally justified as tools against foreign actors, to silence or marginalize outspoken critics within Europe’s own democratic sphere.
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J.Blumer
Do. 18 Dez 2025, 15:21
Was in der Schweiz unter den Politikern in Bern und dem grösseren Teil
der Bevölkerung geschieht hat wohl weder mit "Direkter Demokratie"
noch mit "Neutralität" viel zu tun .Es ist nichts anderes als untertäniges
Verhalten zu Gunsten der USA und der EU , zum Schaden der Selbständigkeit
und Unabhängigkeit und dem Wohle der eigenen Bevölkerung .
Ich kann den Beiträgen von Herrn Hänseler und Herrn Abt nur zustimmen .
Was C.A.E.N vergisst : JD Vance ist ein Mitglied der US Regierung und
auch nur so zu verstehen , einer von Gott Auserkorener einer Sekte , anders
kann man die Machenschaften der USA nicht mehr nennen , leider .
Amerika , das Volk der Weisen und Unfehlbaren , selbstherrlich und überheblich .
Krieg und Sanktionen gegen jeden der andere Meinung vertritt , und
das wird auch noch von den schweizerischen Regierungen unterstützt ,
all zu oft .
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Antwort auf J.Blumer
Paolo Martinoni
Do. 18 Dez 2025, 15:50
Ja, so ist es!
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Paolo Martinoni
Do. 18 Dez 2025, 15:49
Die "Heilige Inquisition" bzw. deren menschenverachtende Willkür in ihrer reinster Form ist wieder da in vollster Wucht - und sie heisst "Europäische Kommission". Das Schlimmste ist aber, dass die offizielle Schweiz so tut, als wäre nichts passiert, sich somit als Handlangerin der EU-Despoten entlarvt.
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Quelle: Forum Geopolitica - Mit freundlicher Genehmigung übernommen



































































