Geschätzte Seniora-Leserin, geschätzter Seniora-Leser,
gönnen Sie sich in der Hektik [der damaligen bedrückenden Corona-Zeit und] der derzeitigen irritierenden Nachrichten, die mit dem barbarischen Irankrieg einen neuen Höhepunkt erreichen ...
... 12 Minuten der Ruhe und lauschen Sie den wunderbaren Klängen des Aranjuez Konzerts...
Wir tun damit etwas für's Gemüt, die Seele, für die Psyche und stärken so auch ein wenig unser Immunsystem, das wir heute mehr denn je kräftigen sollen.
Alles Gute! Margot und Willy Wahl
1933 verbrachten Joaquín Rodrigo und seine Frau, die türkische Pianistin Victoria Kamhi, ihre Flitterwochen in Aranjuez (daher der Name Concierto de Aranjuez). Einige Zeit später zogen sie nach Deutschland. Dort erwarteten sie ihr erstes Kind. Das Kind wurde tot geboren und seine Frau wäre beinahe gestorben. Im zweiten Satz hinterfragt Joaquín Gott (Orchester) wegen der Fehlgeburt seiner Frau, dem Verlust seines Kindes und fleht darum, dass seine Frau am Leben bleibt; dies wird durch den Puls der Gitarre (am Anfang des zweiten Satzes) ausgedrückt, der ein schlagendes Herz darstellt. Der Satz ist voller Trauer, Wut und Verzweiflung. Am Ende, beim Höhepunkt der Gitarre und des Orchesters (das Gott repräsentiert), „hört Joaquín Rodrigo Gott“ und endlich kommt es zur Kapitulation oder realistische Einsicht und Akzeptanz der Tatsachen, bis Joaquín Rodrigo den so sehr ersehnten Frieden findet (Ende des Konzerts).